Archive for März 2011

Luhmannscher Jargon

4. März 2011

Auf der Seite Differentia kann man in einer kurzen Analyse lesen, dass man auf der
Seite Medienstratege.de in einer kurzen Analyse lesen kann, dass die Facebookseite, auf welcher für Guttenberg Stimmen gesammelt werden, gefakt sei, was sich darin
zeige, dass der Zuwachs an Stimmen roboterhaft sei.
Auf der Seite Differentia kann man lesen, dass die Seite Medienstratege.de eine Verschwörungstheorie aufdecke, nach welcher die Guttenbergseite ein Massenmedium manipuliere. Diese Aufklärung erfolge aber im gleichen Massenmedium und verfolge auch eine manipulative Absicht. Massenmedien seien so beobachtet Verschwörungsmedien, die beides gleichzeitig erzeugen: nämlich Verschwörung – gemeint als Vernebelung oder Verdunkelung – und Aufklärung. Das Massenmedium würde seinen Verschwörungscharakter verlieren, wenn es mit
einer anderen Unterscheidung beobachtet würde, beispielsweise mit Durchschaubar. Man würde dann der Guttenbergseite nicht moralisch Manipulation vorhalten, sondern die Methode als durchschaut und mithin als diletantisch kennzeichnen. Man würde also gerade nicht die Manipulation und die Verschwörung thematisieren, sondern dass sie in diesem Fall unprofessionell gemacht ist.
Damit würde man die Manipulation voraussetzen und die Aufmerksamkeit darauf verwenden, wo man sie nicht durchschauen kann.

Und auf meiner (dieser) Seite kann man jetzt in einer kurzen Analyse lesen, wie der Luhmannsche Jargon der Differentia-Seite funktioniert. I. Lakatos hat das als progressive Problemverschiebung bezeichnet. Wenn man eine Verschwörung wahrnimmt, dann ist das Problem nicht die Verschwörung, sondern das sie schlecht gemacht ist.

Plagiat kommt von Plagieren

1. März 2011

Wer hat nicht schon diesen Satz von – wem ? genau zitiert?

„Information ist ein Unterschied, der einen Unterschied macht

und dann käme die Frage: und wie findest Du Batesons Hund?

und dann müsste man den Text von Batson wirklich einmal lesen und dann sagen (können): „ich finde den Hunde-„Besitzer“ ziemlich krass – und erstaunlich, dass ich das bisher nicht mitbekommen habe. Ehrlich ich habe das Buch von Bateson gelesen, jedenfalls hab ich das bisher gemeint …“

Ich sage also: die Kehrseite des Plagiates ist, dass viele Leute nicht wissen, wo sie was gelesen haben. Es ist sozusagen das nicht bewusste plagieren. Und auf die Fragen: Was sagte denn Bateson wirklich? Und woher weisst, Du es? Und woher weisst Du, wie er es gemeint hat?
antworte ich: Ich weiss nicht, was wer gemeint hat, aber ich kann nachlesen, was wer geschrieben hat (wenn ich glaube, dass das Buch von G. Bateson von G. Bateson geschrieben wurde ;-). Das steht eben in seinem Buch – aber hier geht es mir eigentlich mehr darum, dass das Plagieren auch eine Kehrseite hat. Viele Menschen nennen eine Quelle, die sie offensichtlich nie gesehen haben. Und Bateson ist ein Beispiel dafür, ich meine, sein Text ist ein Beispiel, nicht er.

ich meine nicht das falsche Zitieren im Sinne von falsch abschreiben, sondern dass in vielen Zitaten sichtbar wird, dass der Text gar nicht gelesen wurde, dass also die vermeintlichen Zitate Zitate von Zitaten sind. Dabei wird aber plagiert, man hätte den Originaltext gelesen …. “

Ich habe das gerade alles aus dem Facebook copypastet. ich finde das eine tolle Inversion zur Plagiatsgeschichte, die gerade läuft